Auf Irisch bedeutet “Port Nooˮ: neuer Hafen. Nach New York war Berlin ein neuer Hafen für die Musikerin Hannah Permanetter, laut Dirk Wagner von der SZ „eine der besten Singer-Songwriterinnen, die München hervorbrachte“, und ihr Solo-Projekt. Ihren Sound köchelt Port Noo vor allem aus einer Zutat zusammen: ihrem höllischen Spaß am Mixen von Einflüssen aus unterschiedlichsten Genres und Äras. So spielt sie in einem Moment die Akustikgitarre wie Joni Mitchell, im nächsten die E-Gitarre wie Kim Deal, setzt die Backing Vocals wie Aretha Franklin oder die Beach Boys und vergreift sich an einem Synth Bass wie ihre Held*Innen der späten 90er Jahre Portishead, Gomez und Beck. All das, gemischt mit Hannahs melancholischer Stimme, dem Faible für Pop-Melodien und den selbst- und zeitkritischen Texten, schmiegt sich einem erst wärmend und nachdenklich an die Schulter, um einem im nächsten Moment ein überraschtes Lächeln auf die Lippen zu kitzeln.