Am Ostersonntag wird es im Gasteig HP8 wieder deutlich lauter als der Feiertag vermuten lässt: Das Isarflux-Festival 2026 bringt junge Musik, Konzertenergie und soziales Engagement zusammen. Organisiert wird das Festival von den Auszubildenden des Gasteig, die nicht nur das Line-up zusammenstellen, sondern auch Technik, Ablauf und Kommunikation selbst verantworten. Der Eintritt ist frei, und neben den Konzerten gehören 2026 auch ein Kleidertausch sowie Infostände von Green City, Sea-Eye und der Auffangstation für Reptilien zum Konzept.
Entspannter Beginn, Clubsounds zum Schluss
Musikalisch setzt Isarflux in diesem Jahr auf einen spannenden Mix aus Folk, Punk und elektronischen Club-Sounds. Das Programm beginnt mit einer Mischung aus Musiktheater und Folk, bevor der Abend immer stärker Richtung Gitarrenlärm und Dancefloor kippt. Den Anfang machen um 19 Uhr IMAL und Driftwood in der Halle E. Driftwood bringen irischen Folk und amerikanischen Bluegrass zusammen und sorgen damit für einen warmen, akustisch geerdeten Einstieg in den Abend. IMAL ergänzt diesen Auftakt mit Musiktheater. Die Gruppe präsentiert Auszüge aus ihrem aktuellen Programm und sorgt damit für eine theatrale Komponente, die das Festival gleich zu Beginn über das klassische Konzertformat hinaus erweitert.
Um 20:15 Uhr übernimmt Rosa Rost die Halle E. Die Band aus München beschreibt ihren Sound als Gaze-Punk, also als Mischung aus wütendem Punk und tanzbarem Wave. Ihr Auftritt dürfte den Abend deutlich aufdrehen und die Stimmung vom Opening weg in eine härtere, pulsierendere Richtung schieben. Um 21:30 Uhr folgt Pogendroblem. Die Kölner Band verbindet Garage-Sound mit Punk und einer Spur Pop und zielt damit auf einen energischen, zugänglichen Live-Moment. Wer auf schrammelige Gitarren und unkomplizierte Direktheit steht, dürfte an diesem Set besonders viel Freude haben.
Ab 22.30 Uhr übernehmen DJ Cosmo und Charleen Herzig im Saal X das musikalische Zepter. Ihr Set verspricht Hard Trance, Bounce und Hard Techno und verschiebt das Festival damit klar in Richtung Nightlife und exzessives Tanzen. Nach den Bands ist das der konsequente Übergang vom Konzertabend zur Party. So zeigt das Isarflux-Festival zum wiederholten Mal, wie gut engagierte Azubis ein glaubwürdiges Kulturformat auf die Beine stellen können.

