Karaoke liegt schwer im Trend. Da surft man auch beim am Wochenende eröffneten Tollwood-Festival gern auf dieser Welle, neben dem bereits etablierten „Rudelsingen“ im großen Rahmen. Gastgeber Umut Uysaler bittet jeden Dienstag ab 19 Uhr im Craft-Biergarten „Wüda Hund“ gesangesfreudige Menschen ans Mikrofon. Vom Kultklassiker bis zum aktuellen Ohrwurm bietet die breit gefächerte Playlist alles, was das Herz begehrt.
Tollwood-Sprecherin Stefanie Kneer findet: „Beim Karaoke zählt nicht die perfekte Stimme, sondern der Mut zum ersten Ton. Beim Singen entstehen Interaktion und Gemeinschaft. Genau darum passt Karaoke so gut zu Tollwood: Menschen kommen zusammen, teilen ihre Lieblingssongs und schaffen einen Abend, den niemand planen kann. Denn die besten Momente entstehen oft dann, wenn jemand ein Lied auswählt, mit dem niemand gerechnet hat.“
Nicht nur Karaoke, auch „Rudelsingen“ steht auf dem Programm
Beim „Rudelsingen“ dagegen, das dieses Jahr auf dem Tollwood dreimal (am 29. Juni, am 6. Juli und am 13. Juli) stattfindet, sind die Songs für den spontan versammelten Chor schon fix. Und doch entsteht auch hier eine faszinierende Magie. Einer summt los, die Nachbarin steigt ein, dann zieht der Refrain Kreise. Und plötzlich stimmen alle ein. Schiefe Töne? Die gehören einfach dazu. Nicht ganz im Rhythmus? Die große Gemeinschaft fängt alle wieder ein. Zur diesjährigen Premiere am 29. Juni kommentiert Pfarrer Rainer Maria Schießler mit Humor und spitzer Zunge das Festival-Motto „Mit Gefühl statt nur dabei – die Rückeroberung der Empathie“. Ulric Wurschy und Volker Becker begleiten das Rudelsingen musikalisch.
Das Tollwood-Sommerfestival im Olympiapark Süd startete am Wochenende und hielt mit dem Besuch der Puppe „Little Amal“ (Foto) ein erstes Highlight bereit. Die kleine Amal ist eine 3,50 Meter große, handbetriebene Riesenpuppe, die ein syrisches Flüchtlingskind darstellt. Ihr Name bedeutet Hoffnung. Auf der Suche nach einem Ort, an dem sie ankommen kann, ist sie seit 2021 durch mehr als 180 Städte in 18 Ländern gereist. Nun war München an der Reihe.

