Der dritte Samstag im April ist für Vinyl-Liebhaber längst ein fixer Termin im Kalender – und auch 2026 macht der Record Store Day wieder deutlich, dass die Kultur der unabhängigen Plattenläden weiter sehr lebendig ist. Auch in München machen einige Shops am 18. April mit, wie beispielsweise der Optimal-Plattenladen, die Musikabteilung von Ludwig Beck, der Mono-Store und die Tonabnehmer. Im Umland sind Bebop Schallplatten und Frödy Records in Rosenheim sowie Discy in Landsberg am Lech mit dabei.
Seit seiner Gründung im Jahr 2008 hat sich der Record Store Day zu einem globalen Phänomen entwickelt. Was einst als Initiative zur Unterstützung kleiner, unabhängiger Plattenläden begann, ist heute das größte eintägige Musikevent der Welt. Jahr für Jahr strömen tausende Musikfans in die teilnehmenden Stores – nicht nur, um seltene Schallplatten zu ergattern, sondern auch, um Teil einer einzigartigen Gemeinschaft zu sein. Das Herzstück des Record Store Day sind hunderte limitierte und exklusive Sonderveröffentlichungen auf Vinyl, von nationalen und internationalen Größen. Diese Releases sind oft nur in stark begrenzter Stückzahl erhältlich – was für Sammler:innen den besonderen Reiz ausmacht und für die typische, leicht elektrisierte Stimmung vor den Läden sorgt.
Doch der Record Store Day ist weit mehr als ein Verkaufsereignis. Er ist eine Hommage an die Kultur des Stöberns, an persönliche Beratung und an Orte, die Musik nicht nur verkaufen, sondern kuratieren und erlebbar machen. Gerade in Zeiten von Streaming wird hier spürbar, wie wichtig physische Tonträger und echte Begegnungen für viele Musikfans geblieben sind. Im deutschsprachigen Raum – organisiert seit 2012 von der popup-record GmbH – nehmen konstant rund 240 Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.

