Am 2. Oktober ist es wieder so weit: Rage Against Abschiebung, das größte regelmäßige antirassistische Festival in Süddeutschland, findet wieder statt, veranstaltet vom Bayerischen Flüchtlingsrat. Diesmal ist der Event von einigen Jubiläen geprägt: 40 Jahre Bayerischer Flüchtlingsrat, 30 Jahre RAGE AGAINST ABSCHIEBUNG und 20 Jahre Hinterland Magazin.
Schauplatz des Festivals ist wie gewohnt das Feierwerk, genauer gesagt die Kranhalle. Vier Bands und zwei DJs stehen im Rampenlicht. Live spiele zunächst das Brassband-Kollektiv Banda Ramua aus München, die weibliche Hip-Hop-Crew Die Arschlöcherinnen aus Nürnberg, die heimische all female Synthie-Punkband FAB und Rapperin und Sängerin Gündalein (Foto), ebenfalls aus München. An den DJ-Decks toben sich anschließend zur Aftershow-Party noch DJ A* und Nadija vom WUT-Kollektiv aus.
Das Thema Abschiebung ist weiterhin ein sehr heißes und viel diskutiertes Eisen. Der Flüchtlingsrat möchte mit der Konzertreihe auf die Not und die Ausgrenzung vertriebener Menschen hinweisen, einen Kontrapunkt setzen und sich solidarisch mit Geflüchteten zeigen. Die Einnahmen und Spenden von diesem Abend kommen direkt der konkreten Geflüchtetenarbeit zugute. Bei den bisherigen Festivals sorgten im Schnitt etwa 700 zahlende Gäste für einen Erlös von jeweils etwa 5.000 Euro.

