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MünchenKlang

  • 27 Juli, 2024(19.30 - 22 Uhr)
  • St. Matthäus

Das aus Chor und Orchester bestehende Ensemble MünchenKlang widmet sich in seinem diesjährigen Sommerkonzert einem der ganz großen Werke der Chor- und Orchesterliteratur, Johannes Brahms' „Ein deutsches Requiem“. Ein Requiem für die Lebenden? Was im ersten Moment widersprüchlich wirkt, war genau das, was Johannes Brahms mit seinem „deutschen Requiem” von 1869 erreichen wollte. Mit einer klassischen Totenmesse hat es wenig gemein. Es hat keinen liturgischen Aufbau, schon gar keinen lateinischen Text. Und es richtet sich an Trauernde. Ihnen soll das Werk Zuversicht spenden und über den Verlust eines geliebten Menschen hinweghelfen. Eindrucksvoll und zutiefst emotional setzt sich Brahms mit der ganzen Bandbreite menschlicher Emotionen angesichts des Todes und der Trauer auseinander. Seine Vertonung individuell ausgewählter Bibeltexte ringt in sieben Sätzen um Hoffnung in der Verzweiflung, um Licht in der Dunkelheit und mündet schließlich in einem tief empfundenen Gefühl des Trostes. Brahms’ enger Freundin Clara Schumann gefiel „der tiefe Ernst, vereint mit allem Zauber der Poesie”. Das Werk sei „wunderbar, erschütternd und besänftigend“. Brahms selbst sagte nach Vollendung der Komposition: „Ich habe nun Trost gefunden.“ Foto: Michael Holzinger & David Scharfenberg